Palmyra

“Palmyra – eine Recherche”

Format: Performance und Diskussion
(von Berivan Kaya, Tuncay Acar und Peter Arun Pfaff)

@Palmyra2
Antike Stätten wie Ephesos, Palmyra, Leptis Magna, Baalbek etc. faszinieren schon seit Jahrhunderten ein breites Publikum – vor allem in der westlichen Welt.
Darüber hinaus dient die Ästhetik, Kunst, Architektur, Philosophie und die Historie des klassischen Altertums als Basis der abendländischen Identität.

Im Mai 2015 erobert der sogenannte IS (oder die Daesh) große Bereiche in Syrien. Über eine Million Menschen fliehen nach Europa. Unter anderem fällt ihnen eine der spektakulärsten archäologischen Stätten zum Opfer: Palmyra, einst eine der großen multikulturellen Kulturstätten und Handelsmetropolen des römischen Reiches und Hauptstadt der römischen Provinz Syrien, bis vor kurzem noch ein beliebtestes Ziel für Studienreisen der westlichen Kulturelite.
Im antiken Theater der Stadt führten die neuen Machthaber Köpfungen durch und enthauptet im August 2015 den Chefarchäologen und Museumsdirektor Khaled Al Asaad – auch Mr. Palmyra genannt. Dabei wurden auch bewusst Altertümer wie der Tempel des Baal und zahlreiche wertvolle Fundstücke zerstört.

Quelle: Stern
Quelle: Stern


Das Goethe Protokoll geht mit einer Diskussionsrunde und szenischen Aktionen folgenden zentralen Fragen nach:

– Warum zerstören Menschen ihr eigenes kulturelles Erbe?
– Können die ortsansässigen Menschen die archäologischen Funde genauso wertschätzen wie der Westen?
– Welche Bedeutung haben die Antiken Kulturgüter im Kampf des IS gegen den Westen?
– Warum gehen Menschen aus dem Westen freiwillig nach Syrien um für die Daesh zu kämpfen?
– Welche Rolle spielen antike Altertümer für das Selbstverständnis des Westens?
– Welche Rolle spielt die UNESCO beim Erhalt der Denkmäler im Nahen Osten und bei der Vermittlung ihrer Wertigkeit?
– Welcher Zusammenhang besteht zwischen der kolonialen Vergangenheit Europas und der Bedeutung antiker Altertümer für den Westen?
– Was sind die Ursachen für den Mord an Khaleed al Asaad durch den sog. IS (Daesh)?
– Welche Bedeutung hatte er aus Sicht der Daesh, sowie der Wissenschaft?

Diskussionspartner: Erol Yildiz (Autor, Sozialwissenschaftler), Prof. Dr. Adelheid Otto (Archäologin, Syrienspezialistin).
Moderation und Aktion: Göthe Protokoll.

Akteurinnen und Akteure von Göthe Protokoll: Federico Sanchez, Tuncay Acar, Berivan Kaya, Peter Arun Pfaff, Peter Schultze, Fatima Emine Dramé.

Im Anschluss an den Abend gibt es Gelegenheit zum Austausch an der Bar im Keller der Kammerspiele mit einem musikalischen Programm von Süperfly und Eshna_TRON.

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