21. März ? Was war da noch einmal…?

 

 

Veranstaltungsreihe „Perspektivwechsel Wissen“
im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Verein Arbeitskreis Panafrikanismus München, eine Interessensvertretung von Menschen aus Afrika und der Diaspora, veranstaltet im Rahmen der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus eine kulturelle Bildungsreihe. Vor genau 50 Jahren erklärten die Vereinten Nationen den 21. März zum “Internationalen Tag zur Überwindung rassistischer Diskriminierung”. Anlass war damals ein im weißen Apartheidregime von Polizisten verübtes Massaker an friedlichen südafrikanischen schwarzen Demonstranten gegen inhumane Passgesetze. Für die schwarze südafrikanische Bevölkerung war es Jahrzehnte lang verboten ihre ihnen zugeteilten Wohnbezirke, sogenannte Townships, ohne Spezialpapiere zu verlassen.

Aus dem Internationalen Tag sind die Internationalen Wochen gegen Rassismus entstanden, die weltweit, so auch in vielen bundesdeutschen Städten wie München, im März begangen werden. Apartheid und Gräueltaten in Zusammenhang mit Versklavung und Kolonialisierung werden von den Vereinten Nationen mittlerweile offiziell als Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeprangert. Doch noch heute erfahren schwarze Menschen mehrfache Diskriminierung. Sie stehen unter Generalverdacht, sind im besonderen Maße von rassistischen Personenprofilen (Racial Profiling) betroffen und in erschreckend hohem Maße Polizeigewalt ausgesetzt. Menschen afrikanischer Herkunft verfügen über einen begrenzten Zugang zu sozialer Sicherheit, zu Bildung, zu Gesundheitsdiensten, zum Arbeitsmarkt und zum Wohnraum.

Mit der Internationalen Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft von 2015 bis 24 zur Förderung und zum Schutz ihrer Menschenrechte haben die Vereinten Nationen ein weiteres Zeichen gesetzt. Modupe Laja, Koordinatorin der Veranstaltungen vom Arbeitskreis Panafrikanismus im März erklärt „Unsere Bildungsreihe „Perspektivwechsel Wissen“ macht die Erfahrungen von Menschen afrikanischer Herkunft in Vergangenheit und Gegenwart sichtbar. Wir möchten unsere eigenen Sichtweisen repräsentiert wissen, umso mehr, weil Geschichte noch sehr eindimensional gelehrt wird.“

Freitag, den 4. März, veranstaltet der Arbeitskreis Panafrikanismus gemeinsam mit dem Pädagogischen Institut und dem Kulturreferat der LHM in der Seidlvilla einen Fachtag zu rassismuskritischer Bildung. Samstag, den 19. März, klären Vorträge über rassistische Praxen in der Gesellschaft auf. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem EineWeltHaus München und dem Kulturreferat der LHM statt. Das JIZ Jugendinformationszentrum zeigt EDEWA, die Ausstellung Einkaufsgenossenschaft anti-rassistischen Widerstands. Sie ist vom 5. bis zum 20. März zu sehen. Die Veranstaltungen und die Ausstellung richten sich an jene, die mehr über die Wirkungsweisen von strukturellem und institutionellem Rassismus in unserer Gesellschaft erfahren wollen, um in ihrem Umfeld dagegen zu wirken.

Mehr Informationen über das gesamtes Programm finden Sie unter:  http://www.panafrikanismusforum.net/

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie über die Veranstaltungsreihe und dessen Inhalt berichten würden.

 

Arbeitskreis Panafrikanismus München e.V.
Augsburger Straße 13
80337 München
Tel: 089-416159959
Tel:  0176 – 620 67 359
Fax:  089 – 76 22 36
sekretariat@panafrikanismusforum.net
www.panafrikanismusforum.net

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